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Smash137 Unmoral Mural // Bahnhofstraße 62
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Als Sprayer zu zeitgenössisch, für die zeitgenössische Kunst zu sehr „Graffiti“.Der 1979 geborene Schweizer Künstler Smash137 bemalt bereits seit über 25 Jahren Wände im Außenraum und setzt sich dabei besonders mit der Wechselwirkung von Graffiti im urbanen Kontext sowie in der Malerei auseinander.

 

Lange Zeit beschäftigte Smash137 die Behauptung, dass sich Graffiti nicht in einer Galerie ausstellen ließe, es nicht funktioniere und schlecht zu präsentieren sei, da der, für die Graffitimalerei typische Ortsbezug, Überraschungseffekt und Adrenalinkick, wegfielen. Smash137 setzte sich in seiner Kunst daher intensiv mit dieser Thematik auseinander, hatte den Anspruch, genau der Künstler zu sein, dem es gelingt, Graffiti in die Galerie zu bringen, ohne an Authenzität zu verlieren.

 

Der Schweizer musste sich jedoch recht schnell eingestehen, dass für ihn die Graffitikunst in ihrer eigentlichen Form und Bildlichkeit im geschlossenen Raum tatsächlich nicht funktioniert. Smash137 versuchte daraufhin die „Innerlichkeit“ eines Sprayers auf die (Lein-)Wand zu bringen: Angst, Adrenalin, Tempo und Dunkelheit. Der Künstler wurde abstrakter, brachte stückweise das Graffiti in die Malerei. Umso interessanter findet er es nun, diesen Ansatz noch einmal umzukehren und die Malerei ins Graffiti zu bringen.

 

Bei seinen aktuellen Murals spielt Smash137 mit der Wahrnehmung der Betrachter, denn in einem Museum oder einer Galerie bringen die Besucher Zeit mit: sie sehen, stehen, staunen – nicht so im Außenraum „Stadt“. Hier trifft die Kunst die Passanten unvorbereitet und plötzlich.

Making of